Knöchelverstauchung: Setzen wir Eis oder nicht?


Knöchelverstauchungen sind eine äußerst häufige Verletzung, insbesondere für diejenigen, die systematisch trainieren. Solche Verletzungen werden traditionell mit Ruhe, Eisanwendung, Kompression und Heben behandelt (Ruhe, Eis, Kompression, Elevation - RICE). Die RICE-Methode wurde besonders populär seit 1978, als sie von Arzt Gabe Mirkin in The Sports Medicine Book vorgeschlagen wurde. In d

Knöchelverstauchungen sind eine äußerst häufige Verletzung, insbesondere für diejenigen, die systematisch trainieren.

Solche Verletzungen werden traditionell mit Ruhe, Eisanwendung, Kompression und Heben behandelt (Ruhe, Eis, Kompression, Elevation - RICE).

Die RICE-Methode wurde besonders populär seit 1978, als sie von Arzt Gabe Mirkin in The Sports Medicine Book vorgeschlagen wurde. In den letzten Jahren wurde jedoch die Wirksamkeit der Anwendung von Eis im Falle einer Verletzung in Frage gestellt.

In einem Überblick aus dem Jahr 2013 hat die American Training Association darauf hingewiesen, dass es keine ausreichenden wissenschaftlichen Beweise gibt, um die Eisanwendung bei Verstauchungen zu unterstützen.

Tatsächlich empfiehlt Mirkin selbst nicht mehr, Eis auf den verletzten Körperteil aufzutragen, basierend auf Forschungsdaten, die darauf hindeuten, dass Eis den Blutfluss zum verletzten Gewebe verringert und die Heilung verlangsamt.

Es ist jedoch erwähnenswert, dass die American Academy of Orthopaedic Surgeons und die American Association of Foot and Astrogale weiterhin die Umsetzung aller vier Stufen der RICE-Methode unterstützen.

"Ich persönlich bin eindeutig für die Anwendung von Eis", sagt James Gladstone von der Abteilung für Sportmedizin der Universität von Mount Sinai, USA. "Ich glaube nicht, dass es einen neuen Trend in der Behandlung von Verletzungen und insbesondere in der Betreuung von Sportlern gibt." Wie Gladstone erklärt, hilft Eis, Schmerzen sofort zu behandeln und Schwellungen zu reduzieren. Entzündungen werden jedoch nicht vollständig ausgerottet, was bei Verstauchungen hilfreich ist, um den Heilungsprozess fortzusetzen.

Die Sichtweise von Gladstone teilt Andrew Hsu, Professor für orthopädische Chirurgie an der University of California in Irvine. Hsu schlägt vor, drei bis vier Tage alle zwei bis drei Stunden Eis auf den Knöchel aufzutragen. Eis sollte nicht direkt auf die Haut aufgetragen werden, sondern in ein dünnes Tuch oder Handtuch gewickelt werden. Die Anwendung von Eis sollte auch nicht länger als 20 Minuten dauern, da die Gefahr von Erfrierungen besteht.

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