Schlaganfall: Um wie viel steigen die Temperaturen?


Kälte und plötzliche Temperaturschwankungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich Blutgerinnsel bilden, was die winzigen Arterien verstopfen kann, die das Gehirn mit Blut versorgen. Kälte kann auch zu einer Gefäßverengung führen und folglich den Blutdruck erhöhen. Bei dem Versuch, das Blut durch eine schmale Arterie zu passieren, besteht die Gefahr einer Verstopfung der Gehirngefäße. Forscher

Kälte und plötzliche Temperaturschwankungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich Blutgerinnsel bilden, was die winzigen Arterien verstopfen kann, die das Gehirn mit Blut versorgen.

Kälte kann auch zu einer Gefäßverengung führen und folglich den Blutdruck erhöhen. Bei dem Versuch, das Blut durch eine schmale Arterie zu passieren, besteht die Gefahr einer Verstopfung der Gehirngefäße.

Forscher des Thüringer Universitätsklinikums untersuchten in den Jahren 2003-2010 in der Stadt Jenna fast 1.700 Patienten, die in das Schlaganfallspital eingeliefert wurden.

Anschließend analysierten sie die Wetterbedingungen drei Tage vor dem Eintreffen der Patienten in der Notaufnahme, um zu sehen, ob die plötzlichen Änderungen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck in Beziehung standen.

Die Forscher fanden heraus, dass die Außentemperatur auf 2, 9 Grad Celsius auf 24 Stunden sank und die Schlagzahl in der Allgemeinbevölkerung um 11% stieg. Bei denjenigen, die bereits ein erhöhtes Risiko aufgrund von Bluthochdruck, Rauchen oder unnötigem Gewicht haben, beträgt der Anstieg 30%.

Wissenschaftler stehen seit Jahren im Verdacht, dass kalte Wellen zu vermehrten Zwischenfällen und Schlaganfällen führen. Die deutsche Studie dokumentiert erstmals, wie der Temperaturabfall die Krankenhauseinweisungen erhöht.

Der Artikel wurde im European Journal of Epidemiology veröffentlicht und bestätigt eine frühere Studie der Yale School of Public Health, die feststellte, dass große Temperaturschwankungen über einen Zeitraum von 24 Stunden mit höheren Schlagzahlen einhergehen.